Wenn Regen und Kälte einen Spaziergang am Rhein ungemütlich machen, wartet die nächste Entdeckung oft drinnen. Bonn bietet dafür besonders kurze Wege zwischen deutscher Zeitgeschichte, Musik und wechselnden Ausstellungen. Wer den Ausflug erweitern möchte, findet auch in Köln und Düsseldorf Kunst, Naturkunde und Geschichte. Hier sind neun Ideen – mit Bonn als Ausgangspunkt für die Auswahl.
Bonn: Geschichte, Ausstellungen und Beethoven
Haus der Geschichte: Nachkriegszeit aus persönlicher Perspektive
Wie veränderten sich Alltag und Gesellschaft in Deutschland nach 1945? Das Haus der Geschichte erzählt von der Nachkriegszeit, der deutschen Teilung und dem Mauerfall. In der Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte“ treffen historische Gegenstände auf persönliche Erlebnisse und interaktive Stationen. So geht es nicht nur um politische Wendepunkte, sondern auch darum, wie Menschen diese Veränderungen erlebt haben.
Das Haus liegt an der Willy-Brandt-Allee 14. Der Eintritt ist kostenlos. Laut den vorliegenden Besuchsangaben ist dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die U-Bahn-Galerie ist wegen Bauarbeiten noch bis zum 19. November 2026 geschlossen; die reguläre Dauerausstellung bleibt zugänglich.
Bundeskunsthalle: Das Programm vorab prüfen
Die Bundeskunsthalle an der Museumsmeile arbeitet mit wechselnden Ausstellungen statt einer festen Dauersammlung. Kunst, Kulturgeschichte, Wissenschaft und gesellschaftliche Themen können deshalb je nach Besuch ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wer einen bestimmten Themenbereich sehen möchte, sollte vor dem Aufbruch das aktuelle Ausstellungsprogramm prüfen.
Die Adresse lautet Helmut-Kohl-Allee 4. Als reguläre Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr angegeben, mittwochs bis 21 Uhr. Der Eintrittspreis ist mit 14 Euro aufgeführt; Sonderausstellungen können die Angaben verändern.
Beethoven-Haus: Musikgeschichte am historischen Ort
Im Geburtshaus Ludwig van Beethovens in der Bonngasse 20 vermitteln Instrumente, Briefe, persönliche Gegenstände und musikalische Dokumente einen Einblick in das Leben und Schaffen des Komponisten. Das historische Gebäude macht den Besuch zugleich zu einer Begegnung mit einem Ort, der unmittelbar zu Beethovens Biografie gehört.
Für den Winter 2026 ist außerdem die Sonderausstellung „Beethoven by Warhol“ angekündigt, die Beethovens Bild in der Pop-Art aufgreift. Das Museum ist laut den gelieferten Angaben mittwochs bis montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für den Besuch sind 17 Euro angegeben; bis April 2027 gelten Sonderausstellungspreise. Vor dem Besuch empfiehlt es sich, die aktuellen Konditionen zu prüfen.
Köln: Kunst, Schokolade und römisches Leben
Museum Ludwig: Moderne Kunst neben dem Dom
Das Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz zeigt moderne und zeitgenössische Kunst. Zu den genannten Künstlern der Sammlung zählen Pablo Picasso, Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Besonders die Pop-Art-Sammlung bietet einen Zugang zu Kunst, die mit kräftigen Farben, ungewohnten Motiven und neuen Formen spielt. Ein Rundgang lässt sich mit einem Spaziergang rund um den Dom verbinden.
Als reguläre Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr angegeben. Der Eintritt für Erwachsene ist mit 13,50 Euro aufgeführt.
Schokoladenmuseum: Vom Kakao zur Tafel
Wie wird aus einer Kakaofrucht Schokolade? Das Schokoladenmuseum am Schokoladenmuseum 1a widmet sich der Herkunft des Kakaos, der Geschichte der Herstellung und heutigen Produktionsverfahren. In der gläsernen Schokoladenfabrik lassen sich einzelne Arbeitsschritte beobachten; auch der Schokoladenbrunnen gehört zu den bekannten Stationen des Hauses.
Der Eintritt ist mit „ab 17,50 Euro“ angegeben, die Öffnungszeit meist mit 10 bis 18 Uhr. Das Museum bleibt am 9. und 16. November 2026 montags geschlossen. Da Öffnungszeiten und Eintritt variieren können, lohnt sich die Prüfung der aktuellen Besuchsinformationen.
Römisch-Germanisches Museum: Köln in der Römerzeit
Fundstücke aus dem Alltag, kunstvolle Gläser und weitere Zeugnisse römischer Besiedlung erzählen von Köln vor rund 2.000 Jahren. Das Römisch-Germanische Museum zeigt, wie die Stadt in die Welt des Römischen Reiches eingebunden war und welche Bedeutung etwa Straßen, Handel und Wohnhäuser hatten.
Wichtig für die Planung im Winter 2026: Das Museumsgebäude am Roncalliplatz wird saniert. Teile der Sammlung sind im Belgischen Haus nahe dem Neumarkt zu sehen. Die gelieferten Angaben nennen als Adresse Cäcilienstraße 46 sowie Mittwoch bis Montag, 10 bis 18 Uhr, und sechs Euro Eintritt. Wegen der Sanierung sollte der aktuelle Ausstellungsort vorab geprüft werden.
Düsseldorf: Kunstsammlungen und Naturwelten
Kunstpalast: Ein weiter Bogen durch die Kunst
Der Kunstpalast im Ehrenhof 4–5 vereint Werke aus verschiedenen Jahrhunderten und Kulturkreisen. Die Sammlung reicht von historischen Gemälden und Skulpturen bis zu Fotografie und moderner Kunst. Wer gern unterschiedliche Epochen miteinander vergleicht, findet hier einen vielseitigen Rundgang. Auch die Architektur des Hauses gehört zum Besuch.
Die angegebenen Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene ist mit 17 Euro aufgeführt.
K20 und K21: Zwei Häuser, unterschiedliche Blickwinkel
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verteilt sich auf zwei Standorte. Im K20 am Grabbeplatz 5 stehen klassische Moderne und Kunst des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Das K21 in der Ständehausstraße 1 richtet den Blick stärker auf zeitgenössische Kunst, Installationen und experimentelle Ausdrucksformen. Wer beide Häuser besucht, kann unterschiedliche Vorstellungen davon entdecken, was Kunst sein kann.
Für K20 und K21 ist ein gemeinsames Ticket mit 21 Euro angegeben; geöffnet ist laut Übersicht dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Da beide Häuser an verschiedenen Adressen liegen, sollte für den Besuch entsprechend Zeit eingeplant werden.
Aquazoo Löbbecke Museum: Tiere und Lebensräume
Im Aquazoo an der Kaiserswerther Straße 380 treffen Aquarium, Zoo und Naturkundemuseum aufeinander. Die Ausstellung führt durch verschiedene Lebensräume und vermittelt Wissen über Evolution, Artenvielfalt und Naturschutz. Das macht den Besuch zu einer Alternative für alle, die lieber Tiere und Natur als Kunstsammlungen entdecken.
Als Öffnungszeit sind täglich 10 bis 18 Uhr angegeben; der Eintritt ist tarifabhängig. Im Winter 2026 sind wegen Sanierungsarbeiten einige Terrarientiere vorübergehend nicht zu sehen. Wer genau diese Bereiche besuchen möchte, sollte vorher den aktuellen Stand prüfen.
So wird aus dem Museumsbesuch ein guter Winterausflug
Die neun Häuser setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bonn verbindet Zeitgeschichte mit Beethoven und wechselnden Ausstellungen, Köln bietet Kunst, Schokolade und römische Fundstücke, Düsseldorf reicht von Malerei bis zu Naturwelten. Für einen kurzen Besuch eignet sich ein einzelnes Haus; wer mehrere Museen an einem Tag einplant, sollte Wege und Öffnungszeiten berücksichtigen.
Die genannten Preise und Zeiten beruhen auf Angaben mit Stand vom 3. November 2026. Feiertage, Sonderausstellungen und Ermäßigungen können sie verändern. Besonders bei laufenden Bauarbeiten oder zeitlich begrenzten Ausstellungen empfiehlt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Informationen des jeweiligen Museums. So wird der Wintertag nicht nur eine Flucht vor dem Wetter, sondern eine Gelegenheit, die Region aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen.